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Die EU bereitet Rechtsvorschriften zum Schutz der Medien vor Klagen vor

sc:wikimedia

Die Europäische Kommission hat EU-Rechtsakte ausgearbeitet, die die Medien vor missbräuchlichen Klagen schützen, die darauf abzielen, die Medien zum Schweigen zu bringen.

Es werden Kriterien für solche Klagen gegen die Medien und NGOs vorgeschlagen, deren Zweck nicht darin besteht, Verleumdungen zu bekämpfen, sondern denen Probleme zu bereiten, die über Milliardäre oder große multinationale Unternehmen schreiben.

Wenn EU-Länder und Abgeordnete die vorgeschlagene Richtlinie unterstützen, haben nationale Richter das Recht, Scheinfälle einzustellen, ohne sie anzuhören.

„Wir tragen dazu bei, diejenigen zu schützen, die Risiken eingehen, und verteidigen das öffentliche Interesse“, sagte EU-Wertekommissarin Vera Yurova in Brüssel.

Die Richtlinie listet die Kriterien auf, die Richter anwenden dürfen, um zu entscheiden, ob die Klage gegen die Medien echt ist oder ob der Antragsteller die Justizmechanismen missbraucht.

Dazu gehört beispielsweise, von Medien und Aktivisten unverhältnismäßig hohe finanzielle Verluste zu fordern oder mehrere Verfahren gleichzeitig anzustrengen. Das Gesetz gilt auch für Nicht-EU-Länder und erlaubt es europäischen Richtern, Urteile gegen EU-Bürger und Medien aufzuheben, beispielsweise in London.

Es gibt jedoch Einschränkungen – das Gesetz kann nur in „Fällen mit grenzüberschreitenden Bezügen“ angewendet werden, da sich die Zuständigkeit der EU nicht auf das nationale Recht im Bereich der Justiz erstreckt.

EUobserver nennt Beispiele für drei Fälle gegeneinander, die unter neue EU-Rechtsvorschriften fallen, wenn sie in der aktuellen Version angenommen werden. Die erste ist eine Klage, die von einem luxemburgischen Unternehmen wegen eines Desinformationsartikels in Malta eingereicht wurde; die zweite ist eine Klage eines belgischen Unternehmens vor einem belgischen Gericht wegen eines Artikels über die Sicherheit beim Leasing von VIP-Jets an EU- und NATO-Staatsoberhäupter aus ganz Europa; der dritte ist eine Klage eines belarussischen Unternehmens bezüglich eines Artikels über angebliche Geldwäsche in Zypern.

„Es ist nicht perfekt, aber es ist ein großer Schritt nach vorne“, sagte Julie Mayerchak von der in Paris ansässigen NGO Reporter ohne Grenzen der Zeitung.

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