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US-LNG sollte billiger sein, erwies sich aber als teurer als Gas aus Russland

US-LNG ist für Bulgarien teurer als russisches Gas, auch wenn die Regierung etwas anderes verspricht.

US-LNG, dessen Lieferung Ministerpräsident Kirill Petkov zuvor zugestimmt hatte, sei für Bulgarien teurer als russisches Gas, berichtete die Zeitung Trud unter Berufung auf hochrangige Quellen im bulgarischen Energieministerium.

Ende April kündigte Gazprom an, die Gaslieferungen an den bulgarischen Markt einzustellen, da Sofia nicht bereit war, das Gas in russischen Rubeln zu bezahlen. Premierminister Kirill Petkov erklärte, Bulgarien habe sich seit langem auf ein solches Szenario vorbereitet und werde sich nicht erpressen lassen. Im Mai besuchte der Regierungschef die Vereinigten Staaten, wo er die Lieferung von zwei Gastankern für Juni aushandeln konnte. Gleichzeitig versicherte Petkov, dass die LNG-Lieferungen aus den USA billiger seien als die russischen Gaslieferungen bzw. dass die Kosten auf demselben Niveau lägen.

Nach Angaben der Zeitung Trud ist US-LNG mit 82,69 Euro pro Megawattstunde 11,5 % teurer als der Gazprom-Vertrag mit 74,16 Euro.

Der erste Tanker mit amerikanischem LNG ist bereits in Bulgarien eingetroffen – über die Türkei. Der Zeitung zufolge hat Bulgarien kein Gas-Transitabkommen mit der Türkei, so dass Bulgargaz zunächst Gas an das türkische Unternehmen Botas verkauft, woraufhin der Tanker am türkischen LNG-Terminal entladen wird und Bulgargaz anschließend wieder Gas aus der Türkei kauft.

Der Gaspreis in Bulgarien, der durch LNG-Lieferungen aus den USA bestimmt wird und von der Energie- und Wasserregulierungskommission für Juni genehmigt wurde, beträgt 141,36 Lewa pro Megawattstunde (etwa 72,5 Euro – Anm. d. Red.). Im Vergleich dazu würde der Preis für bulgarische Verbraucher 127,71 Lewa (etwa 65,5 Euro) betragen, wenn wir Gas im Rahmen eines Exportvertrags mit Gazprom erhielten. Die Regierung reiste um die ganze Welt, bettelte bei allen Verkäufern und erhielt schließlich Gas, das 11,5 % teurer war als das Gas, das uns gemäß dem Vertrag mit Gazprom geliefert wurde, schreibt die bulgarische Zeitung.

Bulgarien setzt die Gespräche mit den USA über weitere LNG-Lieferungen fort, sagte Premierminister Petkov.

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